Geschichte der Adler Apotheke

1613

Haus als Gasthof zum blauen Adler eingetragen.


1704

Nicolaus Jerre bittet den Kurfürsten Friedrich August I. um das Privileg einer Apotheken Neugründung.


1709

Jerre eröffnet die „Apotheke zum weißen Adler“. Der weiße Adler war das Wappen des polnischen Königshauses und ein Symbol für Kraft, Stärke und ewige Tugend. Die Apotheke betreibt zudem zeitgemäß einen Nebenhandel mit Gewürzen, Seifen, Tabak, Wein und vielem mehr.


1715

Jerre verstirbt. Sein Schwager J.A. Gerve übernimmt die Apotheke, die danach von Familienmitgliedern weitergeführt wird.


1735

der Apotheker J.M. Schuhmacher ist im Besitz der Adler Apotheke und sorgt dafür, dass sie nun den privilegierten Titel „Hof Apotheke“ trägt.


1841

Theodor Fontane beginnt als Apothekengehilfe in der Adler Apotheke zu arbeiten, wo er viele bedeutende Bekanntschaften macht, da die Apotheke zugleich gewissermaßen als Lesehalle und Klublokal fungiert.


1885

Richard Lux kauft Haus und Apotheke der Hainstr.9


1909

Das 300 Jahre alte Gemäuer ist baufällig und wird erneuert. Dabei schließt die Apotheke nicht einen einzigen Tag. Der Inhaber Lux verewigt sich in dem heute noch existierenden Luxbrunnen. Die Barockfassade, die Adler Uhr, das neue Laboratorium und bildhauerische Elemente der Hygiea (Göttin der Gesundheit) und des Äskulaps (Gott der Heilkunst) kommen hinzu.


1912

Max Lux übernimmt die Apotheke und sorgt über 50 Jahre dafür, dass die Adler Apotheke am Laufen bleibt. „Mäcke“ Lux wurde bekannt für seine sozialen und geschäftsmännischen Fähigkeiten. Sein Likör „Mäckediktiner“ wurde zu einem Verkaufsklassiker.


1971

Die Adler Apotheke wird nach dem Tod von Max Lux verstaatlicht, da Ralf Bethmann als Enkel des Besitzers, kein Verwandter ersten Grades ist.


1990

Ralf Bethmann ist nun im Besitz der Adler Apotheke und führt das Familienunternehmen weiter. Er baut die Offizin um und übernimmt die Versorgung der Robert-Koch-Klinik.


2006

Antje Bethmann übernimmt die Adler Apotheke und führt sie weiter bis 2016.


2016

Die Apotheke verlässt die Familie Lux/Bethmann und wird verkauft. Die historische Einrichtung und die Familiengeschichte bleiben dennoch erhalten und sind mit Exponaten in der Offizin ausgestellt.